Wanderer im Frühling gehen über eine blühende Wise | © DAV / Wolfgang Ehn

Klimaschutz - Warum der DAV Vorreiter sein will

Die Klimakrise ist eines der zentralen Themen unserer Zeit. Die Auswirkungen sind längst auch in unserem direkten Umfeld spürbar, sei es durch die zunehmenden Extremwetterereignisse oder den beschleunigten Gletscherrückgang in den Alpen. Als mitgliederstärkster Bergsport- und Naturschutzverband Deutschlands übernimmt der DAV Verantwortung und setzt sich ein klares Ziel: bis 2030 sind wir klimaneutral – by fair means. Bist du auch dabei?

Klimaschutz im DAV 

Schmelzende Gletscher, instabile Berghänge, Starkregen und lange Trockenperioden – die Klimakrise ist heute schon Realität in den Alpen. Das empfindliche Ökosystem gerät mit jedem Grad mehr zunehmend unter Druck: Lebensräume schrumpfen, schnell anpassungsfähige Arten profitieren und verdrängen die Spezialisten im Hochgebirge, die Biodiversität sinkt. Das allein ist für den DAV als Naturschutzverband Grund genug, sich für den Klimaschutz einzusetzen. 

Als Bergsportverband sehen wir außerdem, wie sich die Risiken für Bergsportler*innen mit der Klimakrise verändern. Instabile Hänge können Wege unpassierbar machen und Touren müssen sorgfältiger und individueller geplant werden, fixe Saisons für bestimmte Sportarten verschieben sich. 
Ohne die Klimakrise vor Augen ist Bergsport also fast nicht mehr möglich. Unsere Klimaziele sind deshalb kein Extra, sondern die Grundlage dafür, das zu erhalten, was wir lieben – die Berge. 

Der Plan: klimaneutral bis 2030 – by fair means

Deshalb hat die Hauptversammlung des DAV 2021 den Beschluss verabschiedet, bis 2030 klimaneutral zu sein. Das bedeutet für den DAV mehr als eine Netto-Null auf dem Papier. Es geht nicht nur darum, Emissionen am Ende auszugleichen, sondern den Weg dorthin bewusst und verantwortungsvoll zu gestalten. Der Begriff stammt aus dem Bergsport: Dort zählt nicht nur der Gipfel, sondern auch, wie man ihn erreicht – aus eigener Kraft und im Einklang mit der Natur. 
Das Klimaschutzkonzept des DAV folgt deshalb einem klaren Weg: Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren. Grundlage dafür ist die verbandsweite Bilanzierung von Emissionen, denn nur wenn wir wissen, wo Emissionen entstehen, können wir gezielt handeln und Fortschritte messbar machen. Mehr dazu findest du auf der Seite Emissionsbilanzierung. 

Mit starkem Beispiel voran

Ein Bestandteil, auf dem Weg zur Klimaneutralität, sind unsere Selbstverpflichtungen: 
Option Vorhanden
Ab 2023 wird jedes Gebäude des DAV, das ans Stromnetz angeschlossen ist, mit 100 % zertifiziertem Ökostrom betrieben.
Option Vorhanden
Ab 2022 verzichten wir auf Kurzstreckenflüge bis 1000 km komplett.
Option Vorhanden
Der DAV tritt für ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen ein. Diese Forderung vertritt er sowohl in Richtung als auch als freiwillige Selbstverpflichtung für Sektionen und Mitglieder.
Option Vorhanden
Auf unseren Hütten, in Kletteranlagen und bei Veranstaltungen bieten wir ausgewogene, emissionsarme, tierproduktarme Verpflegung mit regionalen Zutaten und wenig Aufwand in der Zubereitung an.
Option Vorhanden
Wir wählen, so weit möglich, Veranstaltungsorte aus, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.

Innerhalb des DAV haben wir uns dazu entschieden, diese Punkte konsequent umzusetzen. Alle Selbstverpflichtungen sind durch die Hauptversammlung verabschiedet worden.

Der DAV nutzt seine Stimme 

Damit wir auch in Zukunft die einzigartige alpine Bergwelt erleben können, krempeln wir nicht nur den eigenen Verband um, sondern nutzen auch unsere gesellschaftliche Position. Mit unseren Forderungen treten wir gezielt an Politiker*innen heran, um klima- und umweltschonenden Bergsport einfacher und komfortabler zu gestalten. Zusätzlich setzen wir uns dafür ein, dass Naturräume geschützt und Klimaziele weiter verfolgt werden. Aktuelles aus diesem Bereich findest du auf der Seite des Bundesverbands: Umwelt- und Klimapolitik